Betrachtung der Generationen
Strandschönheit
Blick in die Zukunft?
Kampf gegen langweilige Formen
Schlicht und markant
Unverweselbares Design
Ein Pfeil auf der Startbahn

Der zweite Schliff am Diamanten
Das Aquarium verschwindet und die Radläufe zeigen Breite.
Der Anpressdruck der Front und des Heck's werden verbessert und ein V6 befeuert das Leichtgewicht.
Der Letzte
Das Zeitalter neuer, moderner Produktionsstätten nimmt Einzug. Zuviel Handarbeit sprengt die Kosten. Mehr Industrialisierung soll den Preiskampf in dieser Fahrzeug-Kategorie, für die Alpine wettbewerbsfähiger gestalten. So übernimmt das letzte Modell die Fahrwerksteile des Renault 5 Turbo, ein Rallye-Ass. Nach 9'276 produzierten A310 V6 ist Schluss und sie wird mit Ihren Produktions-zahlen alles was folgte übertreffen.
Eine neue Zeitrechnung beginnt
Zu perfekt, erfahren, verlässlich sowie jederzeit auf gute Ergebnisse fokussiert ist die Neue. Die Produktionsstrassen sind perfektioniert und erlauben eine grössere Produktivität. Neue Verfahrenstechniken und Materialien werden eingesetzt. Sie ist für einen echten Alpine-Fahrer zu fertig, zu perfekt, es fehlt ihr an Esprit. Zu glatt geschliffen ist die Renault Alpine V6 GT später turbo. Der Erfolg blieb hinter den Erwartungen mit Total 6.738 Stück wurde sie trotz allem nicht zur meist gebauten Renault Alpine, mit all ihren Varianten.
Rückbesinnung an ihre Wurzeln
Nachdem Jean Rédélé 1979 seine letzten Unternemensanteile an Renault verkaufte, hiessen die Sportwagen aus Dieppe nur noch Renault Alpine. In den Fahrzeugbriefen wurde der Markenname Alpine an die zweite Stelle hinter Renault gesetzt. So passierte es im Laufe der Zeit vielen Kleinserienherstellen, wie Abarth bei FIAT, der Marke Matra bei SIMCA dann noch zu TALBOT und zu guter letzt ging der Name im Renault-Konzern auf wie die Marke Gordini etc..
Bei Absatzschwierigkeiten folgt immer die selbe Frage, wie verkauft sich ein Produkt besser?
Porsche machte es von Anfang an vor und lebte seine Geschichte, alle Fahrer gehörten zur grossen, enthusiastischen Community. Und auf einmal entdeckte man den Retro-Effekt. Das Marketing hoffte mit den
glorreichen Markennamen die Gefühlen und Erinnerungen aus vergangen Zeiten bei den Käufern zu wecken. Das Renault Logo verschwand und das gepfeilte A nahm seinen Platz ein. Eine Hochstimmung begann und viele Konzerne machen es nach, wie mit dem Fiat 500 Abarth, VW Beetle danach auf Wunsch Käfer etc..
Renault nahm den Sieg der ersten Alpine A106 bei der Mille Miglia zum Anlass und taufte die Renault Alpine V6 GT turbo "Mille Miles" und setzte das alte Alpine Logo auf Front , Heck und auf das Lenkrad. Ein Zugeständnis an die Sportwagen Käufer die nicht einen in Massen produzierten Markennamen wie Renault wollten, sondern sie wollten eine emotional geladenes Gefühl kaufen. Sie wollten zu einer enthusiastischen Community gehören.
Gut gemeint und trotzdem über das Ziel hinweg geschossen.
1991: Die Beste Alpine aller Zeiten? Einen noch nie dagewesenen Qualitätsstandart offenbarte sie. Ein beherrschbares Fahrverhalten und ein 250 PS V6 Motor mit ausgezeichneter Kraftempfaltung überraschte jeden der sich ans Steuer setzte. Und doch hatten Sie den Ursprung der Marke Alpine noch immer nicht erkannt. - Leicht - Wendig - Spritzig - Einfach - Siegreich - Also blieb es bei einem Lippenbekenntnis. Die A610 war eine Zweckentwicklung für den US-Markt, den Renault mit der Hilfe vom AMC anstrebte. Die Konzernleitung brauchte Stückzahlen, also wurde die A610 zu teuer, zu vergleichbar, zu schwer und so ging der Absatz zurück. Am Schluss wurden nur insgesammt 818 A610er auf die Strasse gelassen. Der Name Alpine wurde zur Geschichte und verschwand am 7. April 1995. In Dieppe wurden fortan nur noch der Nachfolger Renault spider und sportliche Renaults zusammengebaut.
Der Renault spider wurde bis 1999 mit nur 1‘726 Fahrzeugen auch nicht ganz angenommen, er hatte sich zum Gegensatz der A610er entwickelt, kein Dach, eine Windschutzscheibe gegen Aufpreis oder einen Helm konnte man ordern. Hier hatte die Entwicklungsabteilung ihr fahrerisches Können verloren und sind ins Schleudern gekommen. Im Strassenverkehr würde man sagen «Nicht beherrschen des Fahrzeuges» Viele Alpine Enthusiasten glaubten lange an eine Auferstehung der Marke aber nichts passierte und man wechselte zu Lotus, Alfa Romeo oder endgültig zum 911er. Und was verloren ging blieb verloren. Die alten Alpine Enthusiasten wurden älter und weniger.
Blick in die Zukunft
Sehr spät und nach vielen verworfenen Studien wurde erkannt, dass jede Mode seinen Zyklus hat. - Jeans sind mal eng mal weit. - Modefarben knallig bunt dann wieder dezent - Musik poppiger mal harmonischer - Politische Ansichten mal radikaler mal gemässigt -. Und so kam 2015 die Zeit für das Retro-Design.
Die Alpine A110 erhält eine sogenannte Reinkarnation.
Man nehme eine alte A110 betrachte diese aus allen Winkeln, studiert ihr Rezept, hört den alten Gelehrten zu, nimmt die Wünsche der Gegenwart auf, sieht in die Zukunft und nutzt das heutige Wissen. Nun mischt man alles zusammen , holt den Esprit der Mannschaft und nutzt die heiligen Hallen von Dieppe als Gewächshaus. Raus kommt 2017 ein verspäteter Traum, eine echte Alpine wie sie bereits 1991 oder 1995 hätte das Licht der Piste erblicken sollen aber wie man sagt, lieber spät als nie. So hoffen wir, die neue Alpine A110 ist nicht nur ein Strohfeuer und bei nicht gefallen wirft der Konzern einen Schatten über die Marke . In diesem Sinne:
«Vive l'Alpine»
DER NEUE ALPINE STRATEGIEPLAN
Alpine wird eine 100% elektrische Marke, ....Schock oder